Wenn ihr eine Hochzeit plant, werdet ihr euch als Erstes sicher um die Auswahl der Location, die Festlegung der Gästeliste und das Aussuchen des Fotografen kümmern. Früher oder später solltet ihr aber auch die Frage beantworten, ob ihr mit Trauzeugen heiraten möchtet – und falls ja, wer dieses ehrenvolle Amt übernehmen darf. In der heutigen Zeit übernehmen die Trauzeugen bei Hochzeiten eine verantwortungsvolle Aufgabe, die oftmals auch mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden ist. Sie bezeugen nämlich nicht nur eure Eheschließung, sondern tragen auch zur Organisation eurer Hochzeit bei. Umso wichtiger ist es, die Trauzeugen mit Bedacht auszuwählen und sie zum richtigen Zeitpunkt auf eine passende Art und Weise zu fragen.

Wir haben Tipps und Ideen für euch, damit ihr die Frage aller Fragen besonders persönlich und schön stellen könnt.

Trauzeugen Auswahl und fragen

Wer kommt für das Amt der Trauzeugen in Frage?

Einige Hochzeitspaare wissen sofort, wen sie für das Amt der Trauzeugin und des Trauzeugen bestimmen möchten. Andere kommen in dieser Hinsicht erst einmal ins Grübeln. Wer eignet sich überhaupt für so ein verantwortungsvolles Amt?

Kann man auch ohne Trauzeugen heiraten?

Zunächst einmal haben wir gute Nachrichten für alle, die komplett auf Trauzeugen verzichten möchten: In den meisten Fällen könnt ihr darauf verzichten

  • Zumindest in Deutschland und Österreich benötigt ihr heutzutage keine Trauzeugen mehr – es sei denn, ihr möchtet euch katholisch trauen lassen.
  • Lediglich in der Schweiz sind weiterhin zwei Trauzeugen vorgeschrieben.
  • Aber auch in Deutschland zur standesamtlichen oder evangelischen Trauung möchten viele Brautpaare nicht auf Trauzeugen verzichten. Die meisten Paare wollen die schöne Tradition, zwei Trauzeugen zu benennen, weiterführen. Schließlich stehen mit den beiden Trauzeugen zwei vertraute Personen an eurer Seite, die euch so gut es geht unterstützen werden.

Rechtliche Anforderungen an Trauzeugen

Bevor ihr euch für Trauzeugen entscheidet, solltet ihr wissen, welche rechtlichen Anforderungen diese in Deutschland erfüllen müssen:

  • Mindestalter bei der standesamtlichen Trauung: 18 Jahre
  • Mindestalter bei der kirchlichen Trauung: 14 Jahre
  • Im Besitz eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses

Darüber hinaus sollten die Trauzeugen die deutsche Sprache verstehen und sprechen können. Es ist aber auch möglich, Dolmetscher einzusetzen, falls es sprachliche Schwierigkeiten geben könnte. Zu guter Letzt sollten die Trauzeugen geistig und körperlich dazu in der Lage sein, der Trauung zu folgen, schließlich besteht ihre wichtigste Aufgabe darin, bei der Eheschließung anwesend zu sein und euer Ja-Wort zu bezeugen.

Wer eignet sich für das Amt besonders gut? 3 Tipps zur Auswahl

Solange die oben genannten rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, könnt ihr praktisch jede Person aus eurem Freundes- oder Familienkreis für das Amt der Trauzeugen wählen.

  1. Wer: Viele Brautpaare entscheiden sich für enge Familienmitglieder oder langjährige Freunde, da sie sich mit diesen eng verbunden fühlen. Besonders häufig werden Geschwister oder beste Freunde und Freundinnen zu den Trauzeugen ernannt.
  2. Planungstalente: Wenn es euch wichtig ist, dass die Trauzeugen nicht nur eure Eheschließung bezeugen, sondern auch organisatorische Planungsaufgaben bei eurer Hochzeit übernehmen, solltet ihr dies bei der Auswahl berücksichtigen. Dann macht es nämlich zum Beispiel wenig Sinn, den Bruder zu fragen, der kurz vor der Hochzeit das erste Mal Papa wird und dementsprechend kaum Zeit für eure Hochzeitsplanung haben wird. Auch die schüchterne beste Freundin, die nicht gerne Planungsaufgaben übernimmt, ist in diesem Fall nicht unbedingt die ideale Wahl.
  3. Eure Entscheidung: Wichtig ist, dass ihr euch keinesfalls verpflichtet fühlt, einen bestimmten Trauzeugen zu benennen, nur weil das in eurer Familie vielleicht Tradition ist. Oft ist es beispielsweise ein Brauch in Familien, den Bruder oder die Schwester zum Trauzeugen zu ernennen. Wenn ihr aber lieber euren besten Freund oder die beste Freundin als Trauzeugen hättet, solltet ihr nicht zögern, die Tradition zu brechen. Eure Wünsche stehen bei eurer Hochzeit schließlich an allererster Stelle.

Trauzeugen fragen: So klappt es

Der schwierigste Teil ist hinter euch, ihr habt eine Entscheidung getroffen, wem ihr die verantwortungsvolle Aufgabe als Trauzeuge anvertrauen möchtet. Nun geht es darum, wie und wann ihr am besten fragt.

Wann solltet ihr den Trauzeugen fragen?

Sobald eure Entscheidung getroffen ist und ihr wisst, wer Trauzeuge oder Trauzeugin werden soll, könnt ihr die auserkorenen Personen prinzipiell zu jedem Zeitpunkt fragen.

  • Falls die Trauzeugen euch bei der Planung der Hochzeit unterstützen sollen, solltet ihr nicht zu lange warten, bis ihr diese wichtige Frage stellt. Aber auch sonst macht das frühe Fragen Sinn, damit die Trauzeugen euren Hochzeitstermin rechtzeitig in ihrer Urlaubsplanung berücksichtigen können.
  • Je früher ihr die Trauzeugen fragt, desto eher könnt ihr ihnen entsprechende Aufgaben zuteilen und desto größer ist eure Chance, im Zweifelsfall noch andere Personen zu finden, die ihr zu den Trauzeugen ernennen könnt.

Wie den Trauzeugen fragen: 3 Optionen

Gerade der Bräutigam wird seinen Trauzeugen in der Regel einfach fragen, ob er dieses Amt übernehmen möchte – ohne dies lang vorzubereiten oder zu planen. Viele Bräute, die ihre Schwester oder die beste Freundin darum bitten möchten, Trauzeugin zu werden, möchten die wichtige Frage aber etwas aufwendiger gestalten und in einer kleinen Überraschung verpacken. Auch der Bräutigam kann sich natürlich für diesen Weg entscheiden und seinen Trauzeugen auf besondere Art fragen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Schöner Abend & fragen: Ihr könnt zum Beispiel mit euren potentiellen Trauzeugen ausgehen und euch einen schönen Abend machen – etwa in einem Restaurant, im Kino oder im Bar. Dies ist ein besonders schöner Anlass, um die ausgewählten Personen darum zu bitten, eure Trauzeugen zu werden.
  2. Traditionelle Variante: Sehr traditionell ist es hingegen, wenn ihr den Auserwählten einen Brief schreibt. Ein solcher kann zum Beispiel ein selbstgereimtes Gedicht oder gemeinsame Fotos enthalten.
  3. Moderne Variante: Etwas moderner wird es durch eine Videobotschaft: Nehmt mit eurem Smartphone – oder, wenn es professioneller sein soll, mit einem Camcorder – ein Video auf, das ihr an allen Orten dreht, die ihr mit eurer Freundschaft verbindet. In dem Video erklärt ihr, warum euch diese Person so wichtig ist und stellt schließlich zum Schluss die entscheidende Frage.

Trauzeugen fragen mit Geschenk?

Bei sehr innigen Beziehungen bietet es sich auch an, die zukünftige Trauzeugin oder auch den potentiellen Trauzeugen mit einem kleinen Geschenk zu überraschen und dabei zu fragen, ob sie oder er Trauzeuge werden möchte.

Trauzeugin mit Schmuckstück fragen

Unter Freundinnen ist es eine gute Idee, als Geschenk für diese wichtige Frage ein Schmuckstück auszuwählen. Dafür eignen sich beispielsweise Halsketten, Freundschaftsarmbänder oder Freundschaftsringe perfekt. Das Schmuckstück bleibt auf diese Weise immer ideal für besondere Anlässe und wird euch miteinander verbinden. Tipp: Wählt eine Halskette mit dem Anfangsbuchstaben des Namens eurer Trauzeugin, damit sie eine individuelle Note erhält. Im Idealfall trägt die Trauzeugin die Kette dann auch direkt zur Hochzeit.

Die Überraschungsbox - Willst du mein Trauzeuge sein?

Wenn ihr Freunde oder Familienmitglieder fragt, ob sie eure Trauzeugen werden möchten, könnt ihr dabei eine kleine Überraschungsbox mit allen wichtigen Utensilien überreichen, die ein Trauzeuge oder eine Trauzeugin benötigt.

  • Eine solche Box für Trauzeuginnen könnte beispielsweise Pflaster, Taschentücher, eine hübsche Kette für den Hochzeitstag, eine kleine Flasche Sekt und einen Lippenstift enthalten.
  • In dem entsprechenden Pendant für männliche Trauzeugen könnt ihr hingegen kleine Schnapsflaschen, eine Flasche Bier, eine Zigarre, Streichhölzer, ein hübsches Feuerzeug mit Gravur und eine Tafel Schokolade unterbringen.
  • Am besten stimmt ihr den Inhalt der Box individuell auf die Vorlieben eurer Trauzeugin oder eures Trauzeugen ab, denn nur so entsteht ein wirklich persönliches Geschenk.

Süße Überraschungen backen

Viele Bräute backen ihren angehenden Trauzeuginnen gerne eine Kleinigkeit, denn genau wie Liebe geht auch enge Freundschaft schließlich durch den Magen. Ihr könnt beispielsweise Cupcakes, Muffins oder einen Kuchen backen und dann mit Zuckerbuchstabenschrift die wichtige Frage schön in Szene setzen. Eine sehr schöne Idee sind auch selbstgebackene Glückskekse, die einen Zettel mit der Frage „Möchtest du meine Trauzeugin sein?“ enthalten – gerade, wenn euch eine Leidenschaft für asiatisches Essen verbindet.

Gravierter Kugelschreiber für das Trauzeugen-Amt

Sowohl für männliche als auch weibliche Trauzeugen bietet es sich an, den auserwählten Personen einfach ohne Kommentar einen gravierten Kugelschreiber zu überreichen. Wenn ihr dann verwundert angeschaut werdet, könnt ihr mit einem Lächeln erklären, dass der Kugelschreiber bald benötigt wird, um bei der Eheschließung eine Unterschrift zu leisten.

Trauzeugen mit Puzzle fragen

Sehr beliebt, um die Trauzeugen zu fragen, ist auch das selbstgestaltete Puzzle. Viele Online-Fotodienste bieten euch die Möglichkeit, ein Foto als Puzzle zu gestalten. Wählt zum Beispiel ein Bild, das euch gemeinsam zeigt, und lasst direkt die Frage aller Fragen mit drauf drucken. Alternativ könnt ihr das Puzzle auch als Bilderrätsel umsetzen, sodass nicht direkt offensichtlich ist, welchen Zweck ihr damit verfolgt.

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